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About Till Andreasberger - Wo ich die Welt am schönsten find'...
Wo ich die Welt am schönsten find'...

 

Wo ich die Welt am schönsten find'...Harz

 mehr über den Harz

 

Meine Jugend bis zum Abitur habe ich im Harz verlebt. Damals war ich von brennender Sehnsucht nach dem Meer erfüllt. Das Meer war so unerreichbar fern. Ich träumte davon, ein Segelschiff zu besitzen und damit die Nordsee zu befahren. Fünfzehn Jahre später besaß ich zwar immer noch kein Segelboot, konnte aber an diversen Hochseetörns teilnehmen – in der Ostsee.

Als ich in Bremen wohnte, war ich dem Meer so nah wie nie zuvor, aber nun war diese Sehnsucht erfüllt. Ich hatte einsehen müssen, dass ich trotz aller Begeisterung seekrank werde, da machen Hochseetörns einfach keinen Spaß.

Eine weitere Faszination, fast so alt wie die des Meeres, war die für das Hochgebirge. Erste Reisen führten in die Allgäuer Alpen und das Wettersteingebirge, erste zaghafte Bergbesteigungen. Um 1980 führte mich ein Tip von einem Freund zusammen mit meiner damaligen Familie in die Schweiz, genauer gesagt nach Graubünden, nach Bergün im oberen Albulatal. Das war die große Entdeckung meines Lebens.

Ich habe seither diverse Urlaube und Bergtouren in den unterschiedlichsten Teilen der Alpen gemacht: Hohe Tauern, Lienzer Dolomiten, Wilder Kaiser, Stubaier Alpen, immer wieder auch Allgäuer Alpen und Wettersteingebirge mit Zugspitze, einmal auch Berchtesgadener Alpen. Alles wunderbar. Aber Bergün bin ich treu geblieben. Da kommt – für mich – nichts mit!

 

Wenn man aber in Bremen wohnt, so nah am Meer, dann ist es zu weit zu den Alpen, um ständig hinzufahren. Das führte zur (Wieder-)Entdeckung des Harzes. Oft wird der Reiz eines Objekts – manchmal auch einer Person – erst aus der Distanz sichtbar und spürbar. So entflammte ich jetzt für dieses im Vergleich zu den Alpen eher bescheidene Mittelgebirge, das ich in meiner Jugend nicht als etwas Besonderes empfunden hatte. Hinzu kam noch die deutsche Wende und die Wiedervereinigung von Ost- und Westharz, welch großer Tummelplatz für die Sinne, welch herrliches Wandergebiet.